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Ratgeber Diabetiker-Hautpflege

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Hautprobleme Diabetes
Was ist Diabetiker-Hautpflege?

Diabetiker, die häufig einen erhöhten Blutzuckerspiegel haben, können unter Hautproblemen leiden. Eine spezielle Diabetiker-Hautpflege kann helfen, die häufig juckende und gerötete Haut zu beruhigen. Darüber hinaus hilft eine gute Pflege vorbeugend, z. B. vor Infektionen. Denn in beanspruchte Haut können Bakterien und Pilze schneller eindringen. Es sollten sanfte Reinigungsmittel verwendet werden, mit einem der Haut ähnlichen pH-Wert. Darüber hinaus sollten Diabetiker nicht zu heiß und lange duschen und sich nach dem Duschen vorsichtig aber sorgfältig abtrocknen. Auch die Füße spielen bei Diabetes eine große Rolle, deshalb sollten sie am besten täglich gewaschen und untersucht werden.

Diagnose Hautprobleme Diabetes

Stellen Diabetiker Probleme oder Veränderungen an der Haut fest, sollten sie diese mit ihrem Arzt oder Podologen besprechen. Der Arzt wird die Haut des Diabetikers i. d. R. auf Symptome für eine Hauterkrankung untersuchen. Ein Symptom bei Hautproblemen ist z. B. Juckreiz, der sog. Pruritus. Er deutet häufig auf ein vorhandenes Ekzem hin und äußert sich i. d. R. durch eine rötliche Färbung der Haut an der entsprechenden Stelle. Eine weitere Möglichkeit sind weiße Flecken auf der Haut, die auf die Weißfleckenkrankheit, auch Vitiligo genannt, hindeuten. Auch Pigmentstörungen, die gelblich oder dunkel hervortreten sind möglich.

Therapie Hautprobleme Diabetes

Um das Auftreten möglicher Hautprobleme zu verhindern, sollten Diabetiker vorbeugend auf eine gute Diabetiker-Hautpflege achten. Dabei ist die tägliche Hautpflege mit milden und pH-neutralen Reinigungsmitteln und Cremes wichtig. Auch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist gut für die Haut. Ist der Diabetiker von einem Ekzem betroffen, kommen i. d. R. feuchtigkeitsspendende und harnstoffhaltige Cremes und Salben zum Einsatz. Auch eine Verabreichung von Kortison zu Beginn der Therapie ist möglich. Bei Vitiligo, der Weißfleckenkrankheit, ist die PUVA-Therapie eine mögliche Option zur Behandlung der Pigmentstörung. Dabei wird die Haut des Diabetikers mit UV-Licht und dem Stoff Psoralen therapiert.

Die Haut ist das größe Organ des Menschen und besteht aus drei Schichten, der Ober-, Leder- und Unterhaut. Dementsprechend wichtig ist es, auf eine gute Pflege der Haut zu achten. Vor allem Diabetiker sollten ihre Haut mit einer speziellen Diabetiker-Hautpflege versorgen, um Schäden und Infektionen an der Haut vorzubeugen. Die Füße sind bei Diabetikern ein großes Thema und sollten täglich untersucht und gepflegt werden. Da Diabetiker häufig unter Schäden an den Nervenzellen leiden, werden Verletzungen an den Füßen oft nicht oder erst spät bemerkt. Auch spezielle Schuhe können helfen, Komplikationen an den Füßen zu vermeiden.

Was ist Diabetiker-Hautpflege?

In Deutschland leiden ca. sechs Millionen Erwachsene an der Stoffwechselstörung Diabetes mellitus, die bei Diabetikern auch die Haut beanspruchen kann. Eine Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) kann gefährlich werden, doch unter anderem durch die Insulintherapie ist ein nahezu normales Alltagsleben für Diabetiker heute möglich.

Aber mit Insulin und Achtsamkeit in Bezug auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist es in der Regel nicht getan. Denn was viele nicht wissen: Auch die Haut vom Diabetiker verlangt besondere Aufmerksamkeit. Durch regelmäßige Hautpflege mit den richtigen Mitteln können Diabetiker ihre empfindliche Haut schützen und präventiv gegen Hautprobleme vorgehen.

Hautprobleme beim Diabetiker

Diabetiker leiden als Folge ihrer Krankheit häufig an Hautproblemen. Vor allem an der Haut von Füßen und Unterschenkeln von Diabetikern können Veränderungen auftreten, denn ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann negative Folgen für die Haut von Diabetikern haben. Im Normalfall ist die Haut rosig und elastisch, Diabetiker dagegen klagen oftmals über trockene, rissige Haut mit einem unangenehmen Spannen, Jucken und unschönen Rötungen. Dieses Hautbild von Diabetikern ist keinesfalls ein rein kosmetisches Problem und verlangt nach besonderer Diabetiker-Hautpflege. Bakterien und Pilze können in angegriffene Haut leichter eindringen – schnell kann es zu Infektionen, Ekzemen und anderen Schäden kommen. Sorgfältige Hautpflege kann vorbeugen und entgegenwirken.

Eine große Gefahr für die Haut von Diabetikern besteht darin, unter Umständen Hautprobleme erst in einem späten Stadium wahrzunehmen. Durch Beeinträchtigungen der Nervenzellen ist die Haut von Diabetikern oftmals wenig sensibel. Da Diabetiker oft an den betroffenen Stellen der Haut keine Schmerzen empfinden, können kleine Wunden oder Infektionen der Haut oft erst spät bemerkt werden. Zusätzlich kann sich Diabetes negativ auf die Wundheilung der Haut auswirken. Auftretende Wunden heilen meist schlechter. So kann schon eine zunächst nur sehr kleine Verletzung am Fuß bei mangelnder Aufmerksamkeit und Hautpflege im schlimmsten Fall zur Amputation führen.

Diabetiker-Hautpflege

Um auftretende Hautprobleme möglichst im Vorfeld zu vermeiden, sollten Diabetiker auf ihre Hautpflege achten. Die empfindliche trockene Haut verlangt einen schonenden Umgang und sorgfältige Diabetiker-Hautpflege. Kurze Duschen bei nicht zu hoher Temperatur sind in der Regel einem Vollbad vorzuziehen und schonen die Haut. Durch das Verwenden von milden Reinigungsmitteln mit einem pH-Wert nahe dem der Haut wird diese bei der Diabetiker-Hautpflege meist nicht angegriffen. Beim anschließenden Abtrocknen ist Vorsicht geboten. Anstatt sich kräftig mit dem Handtuch abzureiben, sollten Diabetiker ihre Haut vorsichtig trocken tupfen. Vor allem Hautfalten sollten sorgsam abgetrocknet werden. Hier können leicht feuchte Stellen zurückbleiben, welche einen Nistplatz für Keime und Bakterien bieten.

Nach jeder Dusche sollte die Haut im Rahmen der Diabetiker-Hautpflege gründlich eingecremt werden. Am besten geeignet für die Haut von Diabetikern sind feuchtigkeitsspendende Cremes mit Bestandteilen wie beispielsweise Urea (Harnstoff) oder Milchsäure. Öle und Balsame eignen sich für die Diabetiker-Hautpflege gut, da diese rückfettend wirken und eine mögliche gestörte Talgproduktion der Haut ausgleichen können. Das Eincremen der Hände nach jedem Händewaschen sollte in der Diabetiker-Hautpflege selbstverständlich sein.

Diabetiker-Hautpflege der Füße

Besonders große Aufmerksamkeit sollte bei der Diabetiker-Hautpflege auf die Füße gelenkt werden. Hautveränderungen und kleine Verletzungen an den Füßen werden besonders leicht übersehen und können sich nicht selten zu schwerwiegenderen Wunden entwickeln. Die Füße sollten täglich, zumindest aber jeden zweiten Tag, gewaschen oder gebadet werden. Dabei sollten eine Wassertemperatur von 35-38°C und eine Dauer von fünf Minuten nicht überschritten werden. Im Anschluss sollten die Füße für die folgende Hautpflege gründlich und vorsichtig getrocknet werden. Zwischen den Zehen ist dies schonend mit Kosmetiktüchern möglich. Danach sollte die Diabetiker-Hautpflege der Füße mit einer geeigneten feuchtigkeitsspendenden Creme erfolgen.

Franziska Köhler

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